1 Erster Förderverein für behinderte Sportreiter und Fahrer gegründet

Nach anfänglichen Kontakten mit den behinderten Sportreitern, die anlässlich eines Seminars für reitende Richter in Warendorf ihren Leistungsstand zeigten und die die anwesenden Richter aus dem Regelsport auch für das Richten von Prüfungen, an denen auch behinderte Sportreiter teilnehmen, einstimmen wollten, ergaben sich weitere Gespräche mit den Aktiven, so berichtet Ulrich Nickel, der 1. Vorsitzende des neugegründeten und auch ersten Fördervereins für behinderte deutsche Sportreiter und -fahrer.

Das Ergebnis war, dass man feststellen musste, dass im Umfeld der Turnierteilnahme der Aktiven großer Handlungsbedarf besteht.

Mal fehlt einheitliche Teamkleidung, mal mangelt es an einer Optimierung der Transporte zu internationalen Turnieren.

Das war der Anlass darüber nachzudenken und auch mit Reitsportfreunden zu diskutieren, was man tun kann. Klar war, es fehlt an Geld - zumal die Mittel des Kuratoriums für therapeutisches Reiten, unter dessen Dach die Sportreiter und -fahrer organisiert sind, limitiert sind.

Kontakte zur Industrie und engagierten Pferdesportlern zeigten, dass die Bereitschaft vorhanden ist, Geld- und Sachspenden für die Aktiven bereitzustellen, wenn hierfür Spendenbescheinigungen ausgestellt werden.

Damit stand fest, es muss ein Förderverein gegründet werden, was zwischenzeitlich erfolgte und dessen Satzung vom Finanzamt Gießen registriert und anerkannt wurde.

Der Förderverein hat sofort die Zustimmung des Kuratoriums gefunden und wird auch eng mit diesem zusammenarbeiten.

Die Mitgliedsbeiträge (60 € p.a. für Erwachsene und 30 € für Jugendliche) werden für die Belange der Aktiven bereitgestellt, gleiches gilt für die Mittel bzw. Spenden, die dem Förderverein zufließen.

Zunächst soll der Verwaltungsaufwand kostenneutral gehalten werden, damit die Mittel in vollem Umfang für die Förderung zur Verfügung stehen.

 


Quelle: GAZ
Artikeldatum: 01.10.2003